Veröffentlicht in 2017, Gewicht

Gewichtsverlauf Mai `17

01.05.17 > 103,5 kg
31.05.17 > 101,9 kg
– 1,6 kg

Wo ich grad so die unschuldigen Worte meines Vergangenheit-Ichs lese muss ich schmunzeln: „Für den Mai wünsche ich mir eine höhere Abnahme, da ab dem Juni wieder Arbeit ansteht kann ich mich im Mai noch voll auf mich konzentrieren.“

Genau das Gefühl habe ich die letzten Wochen auch mit mir getragen… es geht nicht so richtig vorwärts und ich hab ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich meine kcal-Grenze nicht einhalte. Allerdings muss ich in dem Punkt auch so ehrlich sein, dass ich halt genau weiß woran es liegt… der Verzicht ist beim Abnehmen nun mal präsent, dazu habe ich ein simples Bsp aus dem Juni: Ich bin ja nu wieder arbeiten und habe damit einen schönen Pool an unterschiedlich geformten Menschen um mich, die ich studienmäßig beobachten kann. Da öffnet also jemand eine Dose gefüllt mit Energiedrink… ich sehe – ähnlich wie der Terminator – nur eine rote ~250 aufblinken (mein geschätzter Wert was so eine 500ml Dose in etwa mitbringt) und denke mir so: Wär für mich einfach nicht drin = Verzicht. Dann wurde an meinem ersten Tag auf die Übernahme von zwei Kollegen angestoßen… „O-Saft, Sekt oder Wein?“, werde ich gefragt, mein inneres Terminatorauge flimmerte wieder und ich sage: „O-Saft bitte“ und weiß, dass es kcal mäßig vermutlich scheißegal ist für was ich mich entscheide und Getränkekalos einfach nicht in meinen Plan passen. (Erwähnte ich schon, dass ich noch einen Text zu Getränkekalos auf meinem Stapel liegen hab!? – Die Dinger haben Teufelshörner auf, wirklich!)

Und das ist im Prinzip auch der Grund warum meine Abnahme für den letzten Monat so schmal ausgefallen ist: Ich möchte nicht verzichten. Bei einem Grillabend zähle ich nicht das Bier und was ich esse, sondern trage mir 2000 kcal als Dummy ein… genauso, wenn ich mit Freunden essen oder Abends tanzen gehe.
Denn so leicht es mir sonst fällt auf Getränkekalos zu verzichten (ala Cola, Saft, Zucker im Tee…), so werde ich nicht auf gesellschaftliche Anlässe verzichten, auch wenn diese eine hohe kcal-Menge mit sich bringen. Und auch das Terminatorauge soll dann bitte ausgeschaltet bleiben.
Diesen Punkt der gesellschaftlichen Anlässe habe ich für den Mai total unterschätzt, dass ich nämlich spontan und immer Zeit hatte überall hin- und mitzugehen.

Die Berechnungen sind für diesen Monat auch nicht ganz korrekt, so prophezeit mir meine Tabelle eine Abnahme von 2,1 kg und meine tatsächliche liegt bei 1,6 kg. ABER auch da muss ich einfach ehrlich sein, ich habe in diesem Monat 9 Dummy-Tage… Da ist es eher verwunderlich, dass ich überhaupt noch eine Abnahme zu verzeichnen habe xD

Und wie auch in meinem Beitrag: Der Unmut der Ungeduldigen beschrieben fühlt es sich nicht schnell genug an… Aber wir rechnen einfach mal um: dann sind 1,6 kg mal eben 11200 kcal die ich eingespart habe. Das ist im Schnitt ein tägliches Defizit von 361 kcal. So rum hört es sich doch gar nicht mehr ganz so übel an 😀

Hier noch die Großansicht meiner Kurve:Mai Kurve 2017
Sieht eher aus wie eine Herzkurve als die eines Abnehmenwilligen xD
Der krasse Schlenker am Ende war nach einem alkoholischen Event… da hatte ich nach dem Schlafen die 100 kg auf der Waage – also extrem entwässert und entleert. War interessant zu sehen, aber ist dann doch als Ausreißer zu betrachten. Daher werte ich in diesem Monat mein Gewicht des letzten Tages, die 101,9 kg, da sich diese Anfang Juni auch relativ stabil zeigte – aber dazu mehr im nächsten Gewichtsverlauf.

Achso… ich hatte im letzten Bericht davon geschrieben, dass ich für mich die 1000 kcal mal ausprobieren wollte, ich muss zugeben das hab ich innerhalb von 2-3 Tagen auf 1200 hochkorrigiert und zu Mitte Mai dann auf 1400 kcal gesetzt. Damit komm ich soweit ganz gut klar, mal schauen wie es sich jetzt mit der Arbeit einpendelt…

Einen schönen Juni wünsche ich allen ^^

Veröffentlicht in 2017, Allgemein, Beziehungen

Verjährte Gefühle (oder: Fuck Trigger!)

Anlass dieses Artikels ist eine Nacht bei meinem Ex… nicht SO ein Nacht wie sie in Filmen stattfindet, wo beide leidenschaftlich übereinander herfallen, feststellen, dass sie sich immer noch lieben und in spätestens einem halben Jahr heiraten…
Nicht mal eine Nacht mit Sex.
In der Beziehung lebe ich wohl einen Anti-Film, obwohl… Dramen haben wir einige durch… es gibt auch nur diesen einen Ex in meinem Leben und eigentlich sollte das schon alles verjährt sein… 2005 waren wir für ein halbes Jahr zusammen… wir hatten ein sehr langes Nachspiel, immer wieder Sex… anfangs ging das von uns beiden aus. Irgendwann änderte sich das und nurnoch ich wollte mit ihm schlafen.

Aber zurück zu dem Abend.
Einer Freundin schrieb ich vorhin folgendes:

Was is das nur für eine Scheiße mit meinem Ex? -.-
Ich dacht das wär gefühlstechnisch durch… und dann lieg ich morgens da und beobachte wie er sich für die Arbeit fertig macht und fühle mich fast wie ein kleines verliebtes Schulmädchen #gruselig
Ganz durcheinander macht mich das… blöder unlogischer Scheiß immer *snüf

Ich sahs da, mir kamen die Tränen – niemals hätte ich gedacht, dass ich nochmal wegen ihm heulen würde (außer vlt er stürbe)… im Prinzip kann er wohl auch nichts dafür. Die Gefühle finden ja in mir statt – aber ich hatte ja keine Ahnung, dass so viel aus dem Nichts wieder da ist als ich einwilligte bei ihm zu pennen.
Natürlich finde ich ihn weiterhin sexuell anziehend und ich glaub es gab nur wenige Passagen in meinem Leben in denen ich ihn von der Bettkante gestoßen hätte. Aber das sexuelle sehe ich auch gar nicht als Problem (auch wenn es schade ist, dass er das nicht mehr erwiedert)… aber wie von einem Zug wurde ich von meinen Gefühlen überfahren, schon als wir die Treppe seines Hausflures hoch gingen… ich sagte noch sowas wie: „Das fühlt sich voll retro an…“, und anders weiß ich es auch jetzt nicht zu beschreiben.
Es ist nicht wie „frisch verliebt“ sein… mit Herzklopfen und son Kram… ich wurde einfach von „alten“ Gefühlen erfüllt, die anscheinend tief eingeschlossen waren – wären sie mal da geblieben! – und überhaupt gar nicht mehr aktuell sein sollten. Der Hausflur war der Trigger, seine Schlüssel (blau wie der Himmel = unten, grün wie das Treppenhaus = Wohnungstür, schwarz wie die Dunkelheit = Keller [Keine Ahnung wann ich da das letzte mal dran gedacht hab!]), die Wohnung, sein Geruch, das Shirt was er mir zum Schlafen gab, die Matratze die wir bezogen… ich sagte mehrmals sowas wie: „Manche Dinge ändern sich nie…“. Ich fühlte mich glückerfüllt…

Ich weiß nicht wie lange ich nicht mehr in seiner Wohnung war… zwei, vielleicht drei Jahre. Ich frage mich, ob das auch passiert wäre, wenn er in der Zeit umgezogen wär… sind die Gefühle wirklich noch so stark an ihn gebunden oder ist es einfach das geballte Erinnerungspaket, was auf mich einschlug und sich mit seiner Wohnungstür öffnete?

Ich bin durcheinander, traurig und fühle mich dem Gefühlsscheiß hilflos ausgeliefert und ich frage mich was ich dagegen tun kann? – Warum tut das immer noch so weh?

Ich heule so richtig wärend ich das schreibe… ich muss immer wieder unterbrechen. Ich weiß noch nicht was das alles bedeutet, worauf das hinaus läuft. Es gibt schon lange kein „Pärchen-Wir“ mehr und es wird auch keine Neuauflage geben. Viel zu ungesund war unser „Ding“, dass nichtmal mit dem Wort „Beziehung“ beschrieben werden sollte.

Veröffentlicht in 2017, Allgemein, Gewicht

Der Unmut der Ungeduldigen

„Schnell, schneller… am aller, aller schnellsten!!!“, soll es möglichst mit der Abnahme gehen – das wünscht sich wohl jeder der die überschüssigen Kilos loswerden möchte. Aber leider können wir unseren Suite nicht einfach ablegen, wie etwa so einen „Der-Mann-soll-mal-fühlen-wie-sich-eine-Schwangere-durch-die-Gegend-schleppt„-Anzug…

Mann schwanger

…und auch sonst gibt es keinen Trick mit dem man die aufgefutterten kgs einfach abwerfen kann (außer man begibt sich freiwillig in die Hände eines fettabsaugenden Chirurgen, aber alleine die Vorstellung erweckt in mir Horrorfilmszenarien).

Dem abnehmwilligen Persönchen bleibt also nur das Defizit in der Kalorienbilanz. (VORSICHT!!! – Der Zahlenfeti übernimmt…)

Ganz subjektiv nehme ich mal mich als Beispiel (immer diese selbstverliebten Blogger!!!).
Laut Durchschnitt verschiedenster Onlinerechner habe ich einen Gesamtbedarf von 2244 kcal (mit 103 kg). Mein selbstgesetztes kcal Limit liegt bei 1400. Damit fahre ich ein gerundetes Defizit von 800 kcal täglich.
Wir kennen ja die Gleichung 1 kg menschliches Fett = 7000 kcal. Das hört sich ja erstmal nach IMMENS viel an! – Und das ist es irgendwie auch…
ABER – drehen wir den Spieß doch mal um – wenn ich jetzt die 800 kcal täglich einspare, dann sind das täglich (!!!) 115 g Eigenfett die der Körper zur Energiegewinnung verwendet! – Und ich finde das ist auch verdammt viel!
Und jetzt soll nochmal meine innere Stimme flüstern wer sagen, dass das Defizit ja VIEL zu klein ist und das Abnehmen so sicherlich jahrhunderte dauert!!!
Die Abnahme dauert nämlich nicht jahrhunderte  1,5 oder 2 Jahre, weil man nicht schnell genug abnimmt, sondern weil man sich über die vergangenen Jahre einfach ein wirklich dickes, dickes Polster angemampft hat – und in dem Satz steckt auch schon die Lösung… über Jahre angemampfte Kilos wird man halt leider nicht in zwei Tagen wieder los.

PS: Natürlich kann jeder das Defizit wählen wie er möchte, das hier sind einfach meine Gedanken zu meiner inneren Stimme: „Schnell, schneller… DAS DAUERT JA EWIG!!!“

Veröffentlicht in Allgemein, Träume

„Robbbiiiiiiiieeeeeeeeeee“ [Traum]

Ich hab heute im Traum Robbie Williams umarmt!!! – Was für ein Glücksgefühl, da bin ich doch glatt mit einem fetten Grinsen erwacht und auch jetzt trage ich es noch mit mir herum.

Wie es dazu kam ist gar nicht so wichtig, ich fasse trotzdem kurz zusammen:
Ich bin mit meiner Freundin Tanja bei einer Unterhaltungsshow… am Ende davon kommt immer Musik – Tanja wollte eigentlich gehen, aber ich wollte noch den Robbie sehen. In der Pause, in der die Bühne aufgebaut wurde lief ich rum. Ich sag laut „Come Undone“. Da ging ER (im Bademantel) an mir vorbei…
Wie im Kino waren wir ca. zwei Schritte voneinander entfernt und in einer Zeitlupe drehten wir uns um… ich sang im Automatismus… er antwortete mit der nächsten Textzeile. Dann fielen wir uns in die Arme… Ich sagte nur: „O – M – G… I love your words so much!“, und er flüsterte: „I love you too“. Ein Glücksgefühl durchströmt mich und ich erwachte damit.

 

Ich kenne diesen Mann natürlich kaum, aber ich mochte ihn – trotz der ganzen Skandale – immer sehr gerne. Abgesehen davon, dass er eine unglaubliche sexuelle Anziehung auf mich (und 100000000000 andere *haha) hat, zog mich auch immer die Tatsache an, dass er so „unperfekt“ ist – was ihn in meinen Augen sehr menschlich macht und damit auch irgendwie wieder perfekt.

Eine der ersten Alben die ich mir kaufte war Robbie Williams „Escapology“ (2002 erschienen), mit dem absolut beeindruckendem Titelbild dazu (Ok, vermutlich ist es völlig langweilig vor einem Greenscreen entstanden – meine (Kinder-) Seele lädt es trotzdessen zum Träumen ein):

Robbie Williams - Escapology
Hach ja, der Robbie… von ihm würde ich mir definitiv eine Biographie wünschen – eine von ihm selbst, keine inoffizielle. Ich denke er hat extrem viel zu erzählen.
Er ist auf jeden Fall ziemlich tief bei mir im Herzen verankert und ich hab ihn nach all der Zeit immer noch sehr, sehr gerne, auch wenn ich mich die letzten Jahre gar nicht viel mit ihm beschäftigt habe. Das was ab und zu mal zu mir durchsickert lässt auf jeden Fall den Anschein erwecken, dass er die Kurve bekommen hat.
Es gibt also doch noch Happy Ends in diesem Leben.

Veröffentlicht in 2017, Allgemein, Arbeit, Leben

Arbeit, Arbeit…

Da mein letzter Beitrag was die Ziele betraf etwas abgedriftet ist, möchte ich an dieser Stelle etwas ausführlicher meine berufliche Situation beleuchten und wie es dazu kam (Ich versuche mich wieder in einer kurzen Zusammenfassung – ojemine xD)

Angefangen hat das ganze mit einer Extrarunde in der Schule… ich habe die 10. Klasse der Realschule zwei mal gemacht. Nicht etwa weil ich zu blöde war, sondern weil ich die Zugangsvorraussetzungen für das Abitur haben wollte – sagte ich allen. In Wahrheit hatte ich einfach keine Ahnung was ich sonst machen sollte, also drehte ich eine extra Runde um mir noch ein Jahr Bedenkzeit zu geben – und wer häts gedacht – ohne danach das Abi ran zu hängen.
Die „Beratung“ beim Arbeitsamt führte leider zu keinem positiven Ergebnis, sogar eher gegenteilig, zu einem negativen. Ich schütte der alten, genervten und verbitterten Dame mein junges Herz aus, dass ich Interesse an kreativen Berufen hätte – wie zB Schreiben, Gestalten… – und anstatt mir Vorschläge zu machen, Richtungen zu zeigen, meinen Horizont zu erweitern – palavert sie davon, dass sie ja erst am Vormittag einen Redakteur da gehabt hätte der keine Arbeit findet. Diese Art von Gespräch wiederholte sich mehrfach in meinem Leben – und jedes Mal fühlte ich mich an dieses erste erinnert.
WARUM wird nicht gesagt: „Ja, geile Idee! – Hier die und die Stellen gibt es in dem Bereich…“. Ich meine die Leute kennen mich nicht und trotzdem nehmen sie sich raus ein eh schon unsicheres Mädchen noch kleiner zu machen, ganz nach dem Motto: „Probier es gar nicht erst, das wird eh nix!“ Bei mir hat es funktioniert, ich habe mich davon komplett entmutigen lassen.
Aber zurück zu dem Moment nach der Schule: Nachdem ich also halbherzige mühselige zwei Bewerbungen geschrieben hatte, eine für technisches Zeichnen beim OSZ (wo ich leider abgelehnt wurde) und eine für eine Elektronikerausbildung, trat ich eine Ausbildung im Elektrobereich an. Jawoll! – Ich bin ausgebildete „Elektronikerin für Betriebstechnik“ *haha
In einer reinen Mädchenklasse und als schulische Ausbildung – in einem praktischen Beruf. Was für ein kraftvoller, geballter Mixst!!!
Der ein oder andere könnte nu auf den Gedanken kommen, dass man darauf stolz sein kann – als ich damals mit frisch abgeschlossener Ausbildung auf Bewerbertour ging wurde mir jedoch ganz schnell ein anderes Gefühl vermittelt. Ein Gespräch ist mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben, dass damit endete, dass mir vorgeschlagen wurde, dass ich ja übergangsmäßig als Putzfrau tätig sein könnte, diese würden wenigstens ein festes Gehalt bekommen. Der Kollege von ihm, der im Hintergrund sahs, schüttelte und senkte nur beschämt den Kopf. Leider hatte ich nicht den Mumm in den Knochen um ihm zumindest eine verbale Ohrfeige zu verpassen – obwohl der Typ sogar eine richtige verdient hätte. Ich sahs einfach nur da und nickte ab – ein junges Mädchen kurz nach der Ausbildung – immernoch unsicher und mit wenig Selbstbewusstsein ausgestattet – wirklich, was wird einem da in den Kopf gesetzt.
Immerhin hatte ich durch die Ausbildung 4 Jahre was zutun und ein Fachabi in der Tasche – und ein Punkt den man nicht unterschätzen darf: Egal was man macht – und Hauptsache ist man macht was – man sammelt ne Menge Lebenserfahrung.

Fast ein Jahr war ich auf der Suche, unterbrochen durch drei Monate in Arbeit, die kaum erwähnenswert ist.

Also kam die erneute Grübelei was ich als nächstes machen möchte, so richtig mit Leidenschaft war ich bei dem Elektronikerzeugs ehrlich gesagt eh nicht dabei gewesen, ich habs einfach gemacht. Und ich mag den Zustand des Lernens… da wird einem wenigstens nicht langweilig bei.
Das Ergebnis meiner Grübelei war, dass ich kein Ergebnis hab… also hab ich mir irgendwas gesucht womit ich erneut Zeit überbrücken kann. Ich stolperte auf die Möglichkeit ein FÖJ (= Freiwilliges Ökologisches Jahr) zu machen. Ich war etwas spät dran, schickte aber trotzdem noch ein paar Bewerbungen raus. Der Träger FÖJ Wattenmeer meldete sich zurück. Die meisten Stellen waren schon vergeben, nur in Bergenhusen war noch ein Plätzchen frei (kein Wunder, so war dies die einzige Stelle des Trägers, die sich nicht direkt am Meer befand). Eine Freundin nahm mich an der Hand und wir machten einen Kurzurlaub mit Vorstellungsgespräch beim Einsatzort, das sehr gut lief. Das erste Mal zog ich von Zuhause aus und lebte für ein ganzes Jahr mit Marle (weitere FÖJlerin) in einer WG zusammen. Die Wintermonate waren unendlich langweilig – ich strickte, ich las viel und grübelte wieder darüber nach, was ich denn nach diesem Jahr eigentlich machen wollte. Das erste Mal stolperte ich über den Studiengang Game Design und machte mir Gedanken zu dem Thema das von der HTW als Hausaufgabe vorgegeben wurde (es schmerzt darüber zu schreiben, fast jedes Jahr habe ich gespannt auf die Bekanntgabe des Themas gewartet und es [mal mehr, mal weniger] bearbeitet). Ich weiß es sogar noch: „Crime Scene“.

Letztendlich entschied ich mich für ein Studium in der „Bio- und Nanotechnologie“… ich habe wirklich keine Ahnung was mich da geritten hat – ich war wohl wirklich sehr verzweifelt – schließlich MUSS man doch irgendwas machen. Außerdem musste ich damit nicht lange nach Hause, sondern konnte gleich weiter ziehen.
Es war natürlich schon aufregend – eine neue Stadt, ganz allein, die erste eigene Wohnung. Irgendwie hat sich letztendlich alles ganz gut zusammengefügt. Nur das Studium an sich war einfach nicht meins (ich denke das verdient einen eigenen Blogeintrag). Ich schmiss es nach vier Jahren ohne Abschluss, viele hielten mich wohl für irre – für mich war es die richtige Entscheidung. Meine Erkenntnis aus dem Studium? – In dem Beruf wollte ich nicht arbeiten. Aber das Lernen an sich machte ich gerne.

Erneut grübelte ich also darüber nach was zur Hölle ich eigentlich tun möchte? – Ich erinnerte mich an ein Praktikum zu Schulzeiten in einem Reitstall und schaute was es in der Richtung gab. Es wurden tatsächlich einige Jahrespraktikumsplätze angeboten. Auf eine Bewerbung erhielt ich die Rückmeldung, dass sie kurzfristig suchen… ein Hof mit vielen Ponys der familiär betrieben wurde. Vergütung gab es keine, dafür aber Verpflegung und Unterkunft gestellt. Viele Schulklassen nutzten diesen Ort als Reiseziel und man könnte das Kutschieren lernen.
Auf eine öffentliche Ausschreibung meinerseits meldete sich noch ein anderer Hof, oder wohl besser ein Gestüt. Zusätzlich zu den anfallenden Arbeiten sollte man hier den Umgang mit Jungtieren, deren Ausbildung und all dem Drumherum kennen lernen. Eine Unterkunft wurde auch hier gestellt und es gab eine geringe Vergütung.
Unterschiedlicher konnte die Auswahl kaum sein. Für mich war es ein Kampf zwischen Bauch und Kopf. Der Kopf brüllte: „Wenn ich mich nach einem Jahr Praktikum für eine Ausbildung bewerbe ist das Gestüt definitv von Vorteil!“ – Mein Bauch fand die Herausforderung sich Kindern zu stellen (evtl. bin ich da ein seltsames Weibchen, aber Kinder – muss irgendwie nicht sein) nicht übel – da wächst man ja dran… und die Gemütlichkeit des familiären spannend.

Der Kopf war lauter, viel lauter – im Nachhinein ist man ja immer schlauer – leider.
Was für eine Katastrophe, wenn ich jetzt daran denke bekomm ich immer noch ein unschönes Gefühl in der Magengegend… dabei war es doch der blöde Kopf, der mich dazu angestiftet hat!
Nun hat ja der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen, dass ich stark übergewichtig bin, dass war auch schon zu diesem Zeitpunkt so (vor ca. 2 Jahren).
Kurz gesagt: Schon nach wenigen Tagen war ich so erschöpft, dass ich einfach nicht mehr konnte. Ich wurde langsamer, es gab mehrere Gespräche mit den Leuten dort. Ich bat darum die Stunden etwas runter zu fahren… half alles nichts. Die spöttischen Kommentare der Hexe des Hauses machten es auch nicht angenehmer und verunsicherten mich noch weiter. Trotz Vorwarnungen meinerseits, dass es etwas dauern wird, bis mein Körper sich an die Belastung gewöhnt hat, blieb ich keinen Monat dort. Wir gingen nicht friedlich auseinander, was dadurch bestärkt wurde, dass ich doch bitte innerhalb von drei Tagen aus der Wohnung verschwinden sollte. Ihr könnt euch vorstellen wie ich – ein Tröpfchen Elend – dort hing und erstmal anfing zu heulen.
Und wo soll man so schnell hin!? – Genau Mutti… also erstmal wieder nach Hause ins alte Kinderzimmer.

Für den Übergang (…wohin eigentlich?) suchte ich mir danach Arbeit in der Datenerfassung. Der Vertrag war auf ein Jahr befristet. Nach der anfänglichen Euphorie einen relativ gut bezahlten Job gefunden zu haben folgten viele Konflikte (nicht unbedingt mich betreffend, zumindest anfangs nicht) und bei der Arbeit selbst unendliche Langeweile. Mein Vertrag wurde nicht verlängert… (da ist auch noch Schreibebedarf!)

Kurz darauf kam ich mit „Hilfe“ des Arbeitsamtes zu einem Call Center Job. „Gut,…“, dachte ich mir: „Jeder kennt die Vorurteile – es wird Zeit sie selbst zu erleben“. Nach einem halben Jahr wurde ich auf eigenen Wunsch in der Probezeit gekündigt. (Evtl. auch noch Stoff für nen eigenen Blogeintrag).

Und schon sind wir im Jetzt & Heute angekommen. Vor kurzem war ich wieder mal auf der Arbeitssuche… und bin erneut um einige Erfahrungen reicher.

Allerdings ist das hier schreibtechnisch schon wieder so ausgeartet…
Ich könnte mir vorstellen hier immer mal wieder zu ergänzen, sodass ich einen fortlaufenden Blogeintrag (ähnlich wie ein Lebenslauf) zum Thema Arbeit habe 🙂

Aber mal schauen, wie sich das entwickelt… für heut ists erstmal genug.

Achso… ab dem 1.06. habe ich dann auch erstmal wieder Arbeit (im kaufmännischen Bereich), zwar befristet auf 1,5 Jahre, aber ich liebäugel mit einem Fernlehrgang… mal schauen wie sich das entwickelt…

Veröffentlicht in 2017, Allgemein, Gewicht

Das ominöse Plateau

In diesem Text soll es um das Phänomen des Plateaus beim Abnehmen gehen. Ich bin bei fddb der Gruppe „Fettlogiken überwinden – Abnehmen ohne Unsinn“ beigetreten und einer der ersten Themen aus diesem Jahr lautet: „Tipps gegen die Frustfalle bei längerem Plateau“…

Da ich großer Verfechter von FLÜ* bin – wo wirklich ALLES perfekt zusammen passt – verstehe ich den Grundgedanken des Plateaus (eine stagnierende Abnahme über mehrere Wochen) nicht und habe mich sehr über das Thema in dieser Gruppe gewundert. An dieser Stelle habe ich mir glatt das Buch geschnappt und nochmal nachgelesen was die Autorin dazu schreibt:

„…da ich selbst phasenweise trozt großem Defizit für mehrere Tage gewichtsmäßig stagnierte.“ (Fettlogik überwinden – S. 245)

Hierbei handelt es sich nicht, wie in zig Foren-/ und Blogeinträgen um ein Plateau von mehreren Wochen/Monaten, sondern lediglich um ein Plateau von ein paar Tagen!

Kurz zuvor beschreibt sie den „Woosh“-Effekt, was so viel bedeutet, dass der Körper aus „Gründen“ vermehrt Wasser einlagert und dieses innerhalb der nächsten 2-3-4 Tage wieder frei gibt.
Auch wenn ich momentan am Anfang meiner Abnahme stehe so habe ich diesen Effekt schon bei einer meiner ersten Abnahmen festgestellt. Ich hatte mich damals sehr lange dagegen gesträubt jeden Tag auf die Waage zu gehen, da ich mich selbst diesbezüglich nicht stressen wollte, ich wollte daraus auch keinen Zwang machen (mittlerweile halte ich den Zwangsgedanken für Blödsinn, da die Waage einfach ein legitimes Kontrollinstrument ist) und zudem ist das Erfolgsgefühl auch viel größer wenn nach einer Woche plötzlich 2kg oder mehr weg sind (das klappt natürlich nur, wenn der Körper am Wiegetag nicht zufällig Wasser eingelagert hat). Mittlerweile würde ich jedem empfehlen das tägliche Wiegen zumindest mal für einen Monat auszuprobieren, um nämlich genau diese Erfahrung bei sich selbst zu sehen und nicht gleich in Verzweiflung zu geraten, wenn die Waage plötzlich ein Plus (außer ihr habt euch selbst beschissen :P), oder nicht das erwartete Minus anzeigt.

Bei mir habe ich festgestellt das es verschiedene Gründe gibt, warum mein Körper ganz plötzlich Wasser einlagert:

  • Hormone – kurz vor der Regel bunkert mein Körper sich mal eben 2-3kg, die auch gut und gerne 3-4 Tage bleiben
  • salziges Essen – am Tag vor dem Wiegetag eine salzige Suppe kann gut und gerne für 1-2 kg Wassereinlagerung sorgen
  • Sport – ein Tag nach einem langen Lauf oder einem Event wo man den ganzen Tag auf den Beinen ist bedeuten bei mir 2-3kg mehr auf der Waage, diese halten sich allerdings nicht so lange wie die Hormonwassereinlagerungen und sind meist am übernächsten Tag schon wieder verschwunden
  • Alkohol – übermäßiger Genuß von Alkohol führt zu enormen Schwankungen, mein Körper braucht mehrere Tage um wieder einen geregelten Wasserhaushalt zu haben. Am Morgen danach bin ich meist leichter… dafür bunkert mein Körper die darauffolgenden 2-3 Tage vermehrt Wasser ein, das aber mit jedem Tag weniger wird
  • zu wenig/schlechter Schlaf – kann locker 1kg mehr auf der Waage bedeuten
  • (Magen-/Darminhalt – nur in Klammern, weil is  halt kein Wasser, kann aber trotzdem auf der Waage dazu führen, dass nichts weiter passiert)

Das sind erklärbare Phänomene, ich habe sie bei mir selbst beobachtet und rein logisch ist es mehr als sinnvoll das der Körper auf diese Weise den Wasserhaushalt regulieren kann. Die Erkenntnis daraus ist allerdings auch, dass das Wasser innerhalb weniger Tage wieder auf das normale Level sinkt – also nix mit Plateau von 2-4-6-8 Wochen.
Das würde das ganze Konzept (is irgendwie das falsche Wort, aber so richtig fällt mir grad auch nichts sinnvolleres ein) von FLÜ zerstören, das sich auf die einfache Formel: 1kg Fett = 7000kcal runterbrechen lässt und fährt man ein kcal Defizit nimmt man ab.
Denn selbst wenn mein Körper plötzlich 5kg Wasser einlagert, dann müsste man auf der Waage nach ein paar Tagen trotzdem wieder einen Fortschritt sehen – es erscheint mir nicht sinnvoll, dass der Körper immer mehr Wasser einlagert, um den Fettverlust durch Wasserpolster auszugleichen.

Auch die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine Stagnation (= mehr als zwei Wochen ohne Abnahme) des Gewichts entweder von Wassereinlagerungen kommt ODER von einer erhöhten Kalorienaufnahme (durch zB Schludrigkeit im kcal-Tagebuch).

Aus meinem eigenen Erfahrungswert schließe ich damit, dass es Wassereinlagerungen gibt, diese durchaus auch mehrere kg`s betragen können, dass diese aber auch innerhalb von ein paar Tagen wieder verschwinden und somit KEIN Plateau von Wochen oder gar Monaten auslösen.
Einzige Ausnahme könnten krankheis- oder medikamentösbedingte Wassereinlagerungen sein, damit habe ich jedoch keine Erfahrungen und ich behaupte einfach mal, dass das doch eher die Ausnahme als der Regelfall ist.
Ansonsten fiele mir nur noch ein, dass man seinen Gesamtbedarf über einen langen, langen, laaaaaaaaaaaaangen Zeitraum nicht angepasst hat und man dadurch kein Defizit mehr hat.

Mich würde wirklich immens interessieren wie eure Erfahrungen zu diesem Thema sind, bitte tobt euch diesbezüglich im Kommentarbereich aus 🙂

PS: Falls ich mich mit diesem Text zu weit aus dem Fenster lehne und mein abnehmender Körper überraschenderweise doch mal Bock auf ein Plateau haben sollte (auch wenn das gegen jede Logik gehen würd), werd ich sicher einen Folgetext dazu verfassen und hier verlinken.

* Fettlogik überwinden

Veröffentlicht in 2017, Leben

Ein bescheidener Tag

Was für ein beschissener Tag heute!!!

Ich muss das jetzt einfach mal zusammenfassend aufschreiben, dann bin ichs hoffentlich erstmal los…
Der Tag startete gegen 9… mit schlechter Laune. Keine Ahnung wieso… hat man ja manchmal… erstmal ein Frühstück… und ein bisschen Geklimper am PC… mh… wird nicht besser… also Musik aufdrehen. Musik macht gute Laune, das funktioniert nach einigen Titeln auch ganz gut.
Nun ging es auf die 13 Uhr zu, Zeit fürs Mittagessen… möchte meine Waage bereit stellen und latsche mit einem Fuß voll in eine Pfütze… *uuuurgs Kurzes Begutachten der Sache bringt keine Erleuchtung… es sickert unterm Schrank bei der Waschmaschine vor. Ich schmeiße ein Handtuch auf die Pfütze, das sich auch gleich brav an die Arbeit macht.
Erste Kurzschlussreaktion: Einer Freundin schreiben und fragen wie man in so einer Situation vorgeht… ich stehe da und merke wie innerliche Bilder eine Panik provozieren…

(Dazu solltet ihr wissen, dass ich eine komplett neue Küche einbauen lassen hab. Richtig in Gebrauch ist sie jetzt seit ca. einem Monat – als die Küche noch nicht da stand war ja alles trocken…)

Irgendwie müssen die dann ja da hinten ran! Allerdings ist der einzige Zugriffspunkt eine ausgeschnittene Rückwand.

„Die Rückwand wird zersägt…“ „Die neue Küche wird zerpflückt, weil die an die Rohre müssen“ – „Seit einem Monat steht da schon die Pampe… die halbe Küche muss ausgetauscht werden“, so in der Art überschlagen sich die Gedanken, innerhalb von Sekunden bin ich den Tränen nahe.
Meine Freundin unterbricht den Teufelskreis mit einem Anruf… „Du musst die Hausverwaltung anrufen“, ist die Antwort aller Fragen, nachdem wir aufgelegt haben folgt noch die Ferndiagnose ihres Freundes: „Wenn du heute keine Waschmaschine oder Geschirr gespült hast, kann es eigentlich gar nicht von dir sein. Möglich wäre es nur, das der Wandanschluss nicht dicht ist…“, auch da folgt der Rat > Hausverwaltung.
Nun gut… damit hatte ich erstmal eine Aufgabe… ich hab die Nr. rausgesucht und bin zum Glück auch gleich durchgekommen.
Eine unfreundliche Callcenterdame stellte mir Fragen, die ich beantworte. Ich sag ich weiß nicht wo das Wasser herkommt, sie meint ich solle doch mal hinschauen und ich sage ihr es kommt unterm Schrank vor… in meinem eh schon panikzöisen Zustand (das erste Wasser in meiner Bude, wo eigentlich kein Wasser sein sollte), fühlte ich mich empathisch hintergangen. Trotz meinem Befinden brüllt mir aus einer Ecke meines Gehirns zu, dass sie ja auch nur ein armes Würstchen im CallCenter sei…
Das Würstchen sicherte mir im Abschluss des Gespräches zu, dass heute der Hauswart vorbei kommen oder sich zumindest melden wird…

„Aber wirklich! Das macht doch jetzt noch lange keinen schlechten Tag aus“, werden jetzt sicherlich einige denken. „Richtig!“, ist meine Antwort, aber ich bin auch noch nicht fertig…

Alle Pläne die Wohnung zu verlassen (und ich hatte welche!) wurden damit über Bord (HAHAHA) geworfen. Soooo, wie verbringt man denn so am besten Wartezeit? – „PlingPlong“ (Datt soll nicht die Haustür sein, sondern der Benachrichtigungston einer E-Mail*), eine Mail von perZukunft – einer Arbeitsvermittlung, denen ich schon mindestens drei mal mitgeteilt habe, dass ich aus dem Verteiler genommen werden möchte. Ich hab ja jetzt gezwungenermaßen (Warte-) Zeit, da könnt ich diesen unangenehmen Teil ja auch mal eben erledigen. Also da angerufen… weitergeleitet zu meiner Ansprechpartnerin Frau S. . Im Bewerbungsgespräch war sie mir schon nicht so richtig sympathisch, wirkte irgendwie unkoordiniert… aber Lächeln, das konnte sie… ist vermutlich Zugangsvorraussetzung um da angestellt zu werden, so wie es in China Überwachungskameras gibt, die das Lächeln der Mitarbeiter überwacht (Sicherheit wär ja auch zu viel verlangt) und auf den Monitor dann Nachrichten erhält, dass doch die Mundwinkel noch 5° höher geschoben werden müssen… **)
Auf jeden Fall hatte ich dann Frau S. am Apparat und konfrontierte sie damit, dass ich gerne endlich aus dem Verteiler genommen werden möchte… Sie faselte was davon, dass das ja unfair wäre, wenn ich jetzt einen Job durch ihre Vermittlung annehmen würde. Ich sagte ihr, dass ich nicht vorhätte den Vermittlungsgutschein (Ich hasse das Teil!) in diesem Fall für mich zu behalten, sondern ich einfach möchte, dass meine Daten nicht mehr an Firmen weiter geleitet werden. Sie faselte irgendwas davon, dass sie keine Headhunter (hö?) wären… blablabla… es schaukelte sich auf bis sie ruppig soetwas sagte wie: „Dann lesen sie mal im Vertrag, was da dazu steht“ und legte auf… einfach so… wow, das hat auch noch keiner mit mir gemacht. Im Vertrag steht übrigens folgendes dazu:

„Die Vermittlungsaktivitäten werden mit Erhalt der Kündigung eingestellt. Sollte der Auftraggeber durch die Vermittlungsaktivitäten des Vermittlers nachweislich in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt worden sein, so behält der Vermittler den Anspruch auf den Vermittlungsgutschein“

Nichts anderes wollte ich – warum sagt die blöde Kuh [stark abgemildertes Schimpfwort] nicht einfach, dass sie eine Kündigung schriftlich brauchen und das mündlich nicht geht? – Boah, war ich ange– zerfressen.

Mittlerweile war es halb vier – vom Hausmeister keine Spur. Das wegschieben des Handtuchs in der Küche führte dazu dass noch etwas Wasser nachlief.

17:55 – Ich rufe erneut meine Hausverwaltung an. Ich bekomme ein Band, dass mir sagt, das keine Bürozeiten mehr sind… das wäre von Mo-Fra von bla – 18 Uhr!!! – Gut das ich rein zufällig vorher angerufen habe -.-
Ich beschließe, dass ich mit dem Hauswart heute nicht mehr rechnen brauch und hole mir ein halbes Hähnchen mit Pommes – auf dem Weg zum Laden geht mein Akku leer. Immerhin hatte ich Geld im Portemonaie und den Wohnungsschlüssel habe ich auch nicht auf der Innenseite meiner Haustür hängen lassen, mich hat auch kein Haus erschlagen und ein Flugzeug ist zum Glück auch nicht punktgenau auf meinem Kopf abgestürzt (hät mich heute wirklich nicht gewundert).

20:00 – „Der Hauswart hatte eventuell einen schweren Unfall – oder irgend so ein Familiending“, brüllt meine Empathieecke im Gehirn: „Da kann man ja keinem für böse sein“. Das jetzt Wochenende ist und es weitere zwei Tage unter meiner Küche hervorsuppt scheint für meine Hausverwaltung ja kein Problem zu sein – WARUM SOLLTE ES MICH DANN BEUNRUHIGEN!?!?!? – Wie soll ich so denn ruhig schlafen, wenn ich morgen aufwache und ich nicht mehr nur wortwörtlich etwas über Bord werfen könnte?

Eine Freundin kommt vorbei und wir quatschen ne Runde, mir gehts schon etwas besser. Ihr Freund gibt den Hinweis das man auch den Notrufservice anrufen könnte (und ich überlege ob DAS wirklich SO ein Notfall ist… mhhh)

21:21 Ich rufe beim Notrufservice an. Diesmal erwische ich eine nette Callcenterdame. Leider kann sie mir heute auch nicht mehr weiter helfen, weil der Techniker zwei andere Notfalleinsätze hat – ich soll morgen ab 7 mein Glück versuchen.

Fortsetzung folgt…

* so wie früher bei AOL „Sie haben Post“ – Ich hab übrigens gar kein Ton, aber wenn man sehr viel Langeweile hat, kann es schon mal vorkommen das man mehr als einmal seinen Posteingang überprüft.

** Wie hoch ist eigentlich die Burnoutrate in China?